| Für ein Aktionsbündnis Pflege |
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Kommentar von Willi Zylajew, pflegepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Gesundheitsfonds, Zusatzbeiträge, personenbezogene Beitragsanteile – dies sind die Schlagworte, die zurzeit die gesundheitspolitischen Diskussionen beherrschen.
Pflege geht uns alle an. Entweder werden Angehörige pflegebedürftig oder wir werden selbst zum Pflegefall. Vor allem durch die demografische Entwicklung werden wir mit dieser Problematik konfrontiert. Dieses Bewusstsein ist im größten Teil der Bevölkerung, vor allem bei den jüngeren Generationen, nur gering vorhanden. Auch das Image der Pflege, insbesondere das der Pflegeberufe, leidet unter dieser Situation. Die meisten Berufe in der Gesundheitswirtschaft genießen einen besseren Ruf als Altenpflegerinnen und Altenpfleger. Bei der Umsetzung sind als politische Akteure die Ministerien für Gesundheit, für Familie, für Bildung und Forschung sowie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefordert. Auch Institutionen, u.a. die Wohlfahrtsverbände und deren Träger und Einrichtungen, die Krankenversicherungen, die freie Wirtschaft sowie Bildungsinstitutionen, die Pflegewissenschaft und letztlich die Medien müssen sich für ein neues Verständnis von Pflege in unserem Land stark machen. Es gilt, die Gesundheitswirtschaft zu aktivieren, die Gesellschaft zu sensibilisieren und Nachhaltigkeit zu sichern. Die vielfältigen Herausforderungen in der Pflege können nur durch gemeinsames Engagement und Handeln aller Kräfte in der Pflegebranche und Gesellschaft bewältigt werden. Ein Aktionsbündnis kann einen großen Beitrag dazu leisten.
Dieser Beitrag erschien auch als Artikel in der conZepte 1/2010. |



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