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Global denken – Lokal handeln – Regional wirtschaften! Auch in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft?!
Während auf der einen Seite die Konzentrationsprozesse im Gesundheitswesen zunehmen – Fusionen bei den Krankenkassen, zunehmender Wettbewerb bei Kliniken und Pflegeeinrichtungen, steigendes Engagement ausländischer Investoren – müssen auf der anderen Seite Lösungen für die zukünftigen Versorgungstrukturen regional gefunden werden.
Gesundheits- und sozialräumliche Konzepte in einer vernetzten Versorgungslandschaft erfordern neue und regionale Steuerungskonzepte. Ein Widerspruch?
Hier stoßen zwei unterschiedliche Konzepte aufeinander, deren Integration noch nicht gelungen ist. Anscheinend sollen mit den Konzepten von gestern die Probleme von morgen gelöst werden. Die Zukunft des Gesundheits- und Sozialwesens liegt somit in regionalen Lösungen, die überschaubar für den Einzelnen sind und besser gesteuert werden können! Es kann sein, dass in größeren Strukturen einfacher Mengeneffekte erzielt, Verwaltungskosten gesenkt und Sekundärprozesse einfacher gesteuert werden können, aber die Kernprozesse müssen in den jeweiligen regionalen Strukturen durch Vernetzung gesteuert werden. Und dieser Weg ist nicht einfach – Instumente hierfür müssen entwickelt werden.
Die strikte Trennung von ambulanten und stationären Leistungen stößt damit an ihre Grenzen. Die ASMK hat dieses für die Eingliederungshilfe richtigerweise festgestellt und Lösungsansätze formuliert. Im Gesundheitswesen ist man hiervon noch weit entfernt. Die Integrierte Versorgung ist ein erster Ansatz, Selektivverträge ein weiterer. Es geht um ein besseres Zusammenspiel der Sozialgesetzbücher. Mit der Reform der Pflegeversicherung hätte man einen guten Ansatzpunkt. Wo wird der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff verortet? Wo können Schnittstellen verkleinert werden?
Ein weiteres Problem hindert uns im Gesundheitswesen bei der Vernetzung der Sektoren. Macht und Einfluß der Standesgruppen. Warum erinnert mich diese Situation an die Zünfte? Beim Blick zurück musste man feststellen, dass »mehr und mehr …. die Zünfte ihre Ziele aus den Augen verloren und .. unter wachsender Selbstsucht und Engherzigkeit der Meister litten, die oftmals nur die eigenen, aber nicht die Interessen ihrer Gesellen und Lehrlinge verfolgten.« Wie kann die Selbstverwaltung die Probleme von morgen lösen?
Im Koalitionsvertrag steht: »Dazu werden wir die Voraussetzungen schaffen, damit die Gemeinsame Selbstverwaltung die Bedarfsplanung zielgerichtet weiter entwickeln kann. Um der gemeinsamen Verantwortung für regionale Bedürfnisse und Strukturen besser gerecht zu werden, wollen wir fachliche Einwirkungsmöglichkeiten für die Länder prüfen«. Wie kann dies Ziel umgesetzt werden, ohne sich abhängig von partikularen Interessen zu machen?
Die Politik hat gestalterische und damit wirtschaftliche Macht an Gruppen delegiert, die zugleich Interessengruppen sind. Politische Verhandlungen mit Kammern und Berufsverbänden können insofern sehr schwierig sein. Ihre hauptamtlichen Repräsentanten sind letztlich nicht nur dem Gemeinwohl verpflichtet, sondern sie werden für die Wahrung ihrer jeweiligen Mitgliederinteressen bezahlt.
Mögen die Verantwortlichen mit Augenmaß an das Ziel gehen, in den nächsten 10 Jahren durch ein prozessorientierte und kompetenzorientierte Aufgabenstrukturierung eine demografiefeste Umgestaltung des Gesundheits- und Sozialwesens umzusetzen. Wir haben für uns eine Antwort gefunden: EMP: Emotionale Prozessmodulation – denn nur mit dem Einsatz beider Gehirnhälften werden wir in Zukunft erfolgreich sein. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!
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Schauen Sie auf die neue Internetseite des Frankfurter Forums für Altenpflege (FFA). Dort finden Sie Hinweise auf ein regionales Konzept der stationären Altenpflege, das innerhalb von 20 Jahren beständig weiterentwickel t wurde. Ein langer Weg mit Tiefen und Höhen, der darauf beruht, dass sich die FFA-Mitglieder (Heimleitende) nicht nur als Funktionsträger, sondern auch als Menschen mit beruflichen Nöten, aber auch Ideen verstehen, die sie untereinander austauschen nach dem Leitgedanken:
"Gemeinsame Kommunikation der stationären Altenpflege
auf kommunaler Ebene trägt zum verantwortliche n Altenpflegemark t bei"
VERANTWORTUNG IST AN DIE GEFÜHLE DER JEWEILS HANDELNDEN GEBUNDEN, SOFERN SIE SICH DIESER VERANTWORTUNG BEWUSST SIND.
HOMEPAGE: www.ffa-frankfurt.de