Forum zur Weiterentwicklung der Pflege und Pflegeversicherung
2. Forum zur Entbürokratisierung und Weiterentwicklung der Pflege

Entbürokratisierung und Weiterentwicklung der Pflegeversicherung

Datum: 2. und 3. Juni 2005
Ort: Katholische Akademie, Berlin

Das 1. Forum zur „Entbürokratisierung der Pflege“ hat im September 2004 die Ausgangslage sowie mögliche Entwicklungswege zum Bürokratieabbau aufgezeigt. Es wurde deutlich: In vielen Bereichen gab es noch keine fertigen Konzepte. Diese Aussage gilt nach wie vor und macht deutlich, dass wir einen wesentlichen Schritt weitergehen müssen. Die Entbürokratisierung ist einer der bedeutendsten Bausteine zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung, die von allen politischen Parteien mit unterschiedlichen Ausrichtungen gefordert wird. Die Idee: Die politischen Diskussionen der letzten Monate zeigen, dass insbesondere vier Themenbereiche zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung sowie zur Entbürokratisierung von hoher Bedeutung sind. Dies gilt für die

  • Planung und Dokumentation von Pflege und Betreuung auf Grundlage eines verbindlichen Grundrahmens: Unter Berücksichtigung pflegepraktischer sowie pflegewissenschaftlicher und juristischer Anforderungen müssen gemeinsame Rahmenbedingungen für die Planung und Dokumentation einer qualitätsgesicherten Pflege und deren Prozesse vereinbart werden.
  • Personal- und Pflegebedarfsbestimmung als notwendiges Element für eine qualitätsgesicherte Pflege: Mit Hilfe eines Personal- und Pflegebedarfsbemessungsverfahrens soll konkret über die Finanzierung der Pflege verhandelt und die Leistungsanforderungen an diese näher analysiert werden. Denn ohne Transparenz lassen sich weder Fragen nach einer guten Pflege noch nach deren Finanzierung beantworten.
  • Reduzierung des Prüfungsaufwandes durch neue Prüfungsstrukturen. Einheitliche und verlässliche Prüfungssachverhalte und Prüfungsinstitutionen sind zu schaffen. Im Mittelpunkt stehen die Weiterentwicklung externer Prüfungen hin zur Prüfung der abgesicherten Ergebnisqualität und die dazu notwendigen gemeinsamen Qualitätskriterien:
  • Weiterentwicklung der Pflegeversicherung als unternehmerische Kernaufgabe. Hier geht es um neue Leistungs- und Finanzierungsstrukturen. Themen wie das persönliche Pflegebudget und neue Wohnformen stehen auf dem Prüfstand hinsichtlich ihres tatsächlichen praktischen Nutzens.

Nicht graue Theorie, sondern konkrete Ergebnisse und praktische Handlungsschritte für die tägliche Arbeit der Teilnehmer wie auch für die Politik soll das 2. Forum hervorbringen. Im Vorfeld zur Veranstaltung haben sich so genannte „Think Tanks“ mit Trägervertretern gebildet, um konkrete Vorschläge zu erarbeiten. Bewusst müssen diese weder politischen Rahmenbedingungen noch anderen Vorgaben aus den Verbänden standhalten. Im Mittelpunkt stehen umsetzbare praxisnahe Lösungen, die im Forum zusammen mit Anregungen anderer Institutionen vorgestellt und diskutiert werden.

„Was ist zu tun?“ ist somit Leitspruch und Handlungsfaden des 2. Forums. Konkrete Vereinbarungen zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung und zum Bürokratieabbau sollen dabei von der Basis, also von den in der Pflege tätigen Einrichtungen und Trägern, angeregt werden. Ziel ist es, den politischen Akteuren eine klare Hilfestellung zur Erarbeitung notwendiger Rahmenbedingungen und den Teilnehmern wichtige Impulse für Ihre tägliche Arbeit an die Hand zu geben.

 
Auf Worte müssen Taten folgen

Zum Jahr der Pflege 2011

Kommentar von Hilde Mattheis, Pflegepolitische Sprecherin der SPD Bundestagfraktion

 

Minister Rösler hat für 2011 das »Jahr der Pflege« ausgerufen. Seit Beginn des Jahres findet nun eine Dialogrunde nach der anderen statt. Passiert ist bisher wenig. Die Frage der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und der Weiterentwicklung der Pflegetransparenzkriterien wurde unzureichend gelöst. Pflegebedürftige sowie ihre Angehörigen warten immer noch auf die Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs.
Weiterlesen...
Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit?

Vergütungsstudie – Teil 2: Die Gerechtigkeitslücke in der Sozialwirtschaft
Prof. Dr. Gabriele Moos & Sara Bode

 Die in der letzten conZepte vorgestellen Ergebnisse der bundesweiten Vergütungsstudie »Führungskräfte in der Sozialwirtschaft« identifizierten marktübliche Vergütungshöhen und -strukturen im Top-Management der Sozialwirtschaft. Zudem zeigten sich personen-, positions- und unternehmensbezogene Merkmale, die sich entscheidend auf die individuelle Gehaltssituation auswirken.

Weiterlesen...
Für eine würdevolle Pflege – heute und in Zukunft

Kommentar von Heinz Lanfermann
Pflegepolitischer Sprecher der FPD Bundestagsfraktion

Es werden bald zwanzig Jahre sein, dass die schwarz-gelbe Koalition die Pflegeversicherung auf den Weg gebracht hat.

Weiterlesen...
Zeit für neue Strukturen

Global denken – Lokal handeln – Regional wirtschaften!
Auch in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft?!

Während auf der einen Seite die Konzentrationsprozesse im Gesundheitswesen zunehmen – Fusionen bei den Krankenkassen, zunehmender Wettbewerb bei Kliniken und Pflegeeinrichtungen, steigendes Engagement ausländischer Investoren – müssen auf der anderen Seite Lösungen für die zukünftigen Versorgungstrukturen regional gefunden werden.

Weiterlesen...
Die Zukunft der Pflege beginnt jetzt

Kommentar von Elisabeth Scharfenberg, pflege- und altenpolitische Sprecherin der Bündnis 90/ Die Grünen Bundestagsfraktion

Im Heute werden die Grundsteine für das Morgen gelegt. Im Heute werden Entscheidungen mit Nachhaltigkeit getroffen, damit es ein erfolgreiches Morgen geben kann. Diese Gesetzmäßigkeit gilt auch für das Thema Pflege.

Weiterlesen...

Wir informieren Sie gerne!